Ordnungswidrigkeiten

Hat sich ein Autofahrer im Straßenverkehr etwas zu schulden kommen lassen, empfiehlt es sich, auch wenn man von der Polizei auf frischer Tat ertappt wird, keine Angaben zur Sache zu machen. Auch vermeintlich joviale Fragen der Polizeibeamten „wie konnte denn das passieren“ sollten nicht beantwortet werden. Sind mehrere im Fahrzeug, empfiehlt es sich den unter Umständen geschockten Fahrer von der Polizei fern zu halten oder ihn zu begleiten um ihn von ungeschickten Aussagen abzuhalten. In der Regel ist der Fahrzeughalter lediglich verpflichtet, Angaben zur Person, zum Namen, zur Adresse, zum Geburtsdatum und zum Geburtsort zu machen. Es ist schon vorgekommen, dass bei Unfällen, die sich niemand erklären konnte, der einfache Hinweis, „da muß ich wohl eingenickt sein“ dazu hergenommen wurde, den Führerschein monatelang zu entziehen und ein Strafverfahren wegen der Straßenverkehrsgefährdung einzuleiten, obgleich die Beamten nicht einmal gefragt haben, ob tatsächlich eine Übermüdung, Alkohol oder Drogen im Spiel gewesen waren. Auch wenn Familienmitglieder des Halters gefahren sind, ist es geschickt, keine Angaben zu machen, weil man sich ansonsten die ein evtl. gegebenes Zeugnis- oder Aussageverweigerungsrecht auszunutzen. Es ist also bei mehreren Verstößen auf jeden Fall sinnvoll, zu schweigen und sich dann recht schnell mit einem Anwalt zu beraten. Evtl. ist der Anwalt aber auch der Hausanwalt und kann über Handy angerufen werden. Auch unser Büro gibt Ihnen in solchen Fällen selbstverständlich sofort Ratschläge zu geschicktem Verhalten.