Massenermittlung

Ist die Baugenehmigung erteilt, sind die Massen am Bauvorhaben zu ermitteln. Dies macht in der Regel der Architekt. Das Gebot der Fairneß sagt eigentlich, daß die Massen korrekt ermittelt werden sollten. Nur dann, wenn die Massen richtig ermittelt wurden, ist man vor Nachtragsangeboten sicher. Nach Auffassung des Unterzeichners ist es wenig sinnvoll, bei der Massenermittlung Teile der Bauleistung wegzulassen, da dies nur zu teuren Nachträgen führen kann. Häufig täuschen Architekten durch die geringe Massenermittlung auch die Preiswertheit des Bauvorhabens vor, die nicht vorhanden ist. Der Bauherr selbst sollte sich mit der Massenermittlung durchaus beschäftigen und feststellen, ob die Massen einigermaßen korrekt ermittelt wurden. In der Regel ist dies keine große Sache. Es ist zu beachten, daß die Massenermittlung nach der DIN 18200 ff. zu erfolgen hat. Beispielsweise werden bei Maurerarbeiten bestimmte Fenstergrößen übermessen und andere größere Öffnungen, wie beispielsweise Türen abgezogen, wofür dann allerdings wieder Laibungen hinzugerechnet werden usw. Man sollte sich von seinem Architekten genau erklären lassen, wie er auf die Massen gekommen ist. Im Zweifel ist eben dann einmal nachzulesen, ob dies alles richtig ist. Führen grobe Massenermittlungsfehler zu Streitigkeiten, helfen wir Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.