Makler / Maklercourtage

Für die Vermittlung des Baugrundstücks oder des gesamten Bauobjektes treten häufig Makler auf. Makler bekommen dann eine Courtage oder Vergütung, wenn sie erfolgreich das wirtschaftliche Geschäft vermitteln. In Berlin und Brandenburg ist es üblich, daß die Maklercourtage vom Käufer gezahlt wird. In der Regel wollen Makler 5 % des Grundstückskaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer als Courtage haben. Dies ist ein großes Geld, welches die Makler nur deswegen bekommen, weil am Anfang der Bauwünsche in der Regel auch noch Geld vorhanden ist. Wenn man ein fertiges Haus kauft oder eine fertige Eigentumswohnung empfiehlt es sich daher gründlich zu überlegen, ob man dies tun will. Es wird deswegen empfohlen, mit dem Makler vorher zu verhandeln, ob nicht 2 oder 3 % Maklercourtage durchaus angemessen sind. Dabei wird der Makler einschätzen, ob er selbst meint, daß er das Objekt schnell und gut an den Mann bringen kann. Wenn er fürchtet, jahrelang das Objekt im Bestand zu haben und immense Inserationskosten, wird er vielleicht dazu neigen, dem Käufer eher entgegenzukommen.

Es wird auch davor gewarnt, verschiedenen Maklern Aufträge zu erteilen. Wenn man bei 2 Maklern Makleraufträge unterzeichnet hat, kann es sein, daß hinterher beide Makler kommen und behaupten, Sie seien ursächlich geworden für das Geschäft mit der Folge, daß unter Umständen zwei oder mehrfach Maklercourtage gezahlt werden muß. Hier ist also äußerste Vorsicht geboten.

Darüber hinaus vereinbaren Makler in Vordrucken häufig, daß der Verkäufer oder Käufer für Kosten einstehen soll, wenn der Auftrag vorzeitig abgebrochen wird. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Die Makler haben dann häufig die Vorstellung, daß sie mehrere 1.000,00 EUR an Kosten abwälzen können. Am besten ist auch hier eine klare Ansage an den Makler. Er bekommt das Objekt nur dann an die Hand, wenn er den Verkäufer mit keinerlei Kosten belasten darf. Einerlei, wie der Vertrag gekündigt wird.

Beim Maklervertrag gibt es 2 Typen. Einen sogenannten „Alleinauftrag“ und einen „Mitauftrag“. Der Alleinauftrag verpflichtet den Makler zum Tätigwerden. Wer also einen Alleinauftrag, meinethalben für ein halbes Jahr erteilt, kann davon ausgehen, daß der Makler das Objekt auch inseriert und seinen Kunden anbietet. Für den Eigentümer ist es auf jeden Fall sinnvoll, in solchen Fällen sich die Aktivitäten des Maklers dokumentieren zu lassen. Wichtig ist, daß der Makler aufschreibt, wen er im einzelnen an Kunden vermittelt haben will. Dann gibt es keine Schwierigkeiten, wenn der Makler irgendwann gewechselt wird. Keiner kann dann behaupten, der Kunde sei tatsächlich nicht schon bekannt gewesen. Bei all diesen schwierigen Fragen unterstützen wir Sie gerne. Der Initiator der Webseite hatte selbst einmal als Referendar ein Maklerbüro und kennt sich im Maklerrecht gut aus.