Insolvenz des Arbeitgebers

Leider kommt es in den letzten Jahren immer häufiger vor, dass Firmen insolvent werden. Die Marke der Insolvenzen strebt stetig aufwärts und wird demnächst die 40.000 Grenze überschreiten. Für leitende Angestellte aber auch für Arbeitnehmer ist dies eine entscheidende Zesur in ihrem Arbeitsverhältnis. Nach dem neuen Insolvenzrecht kann der Insolvenzverwalter den Betrieb vorführen, muß dies aber nicht tun. Das Arbeitsamt zahlt unter Umständen drei Monate lang Konkursausfallgeld, so dass man für einen gewissen Zeitraum abgesichert ist. Häufig kommt es in diesem Zusammenhang zu betriebsbedingten Kündigungen, weil der Mitarbeiterstamm verringert werden soll. Dieses Problemfeld ist deswegen sehr streitträchtig, weil der Insolvenzverwalter bei Fortführung des Betriebes den normalen Regelungen unterliegt und lediglich für den Fall einer Einstellung des Betriebes unter Umständen keinen Sozialausfall durchführen muß. Häufig werden aber noch im Betrieb vorhandene Personen weiter beschäftigt, so dass eine vollständige Betriebsaufgabe nicht festzustellen ist. Dem Arbeitnehmer stehen dann unter Umständen noch weitergehende Rechte zu. Auch hier ist dringend anwaltlicher Rat gefragt, den wir gerne erteilen würden.