Anbindung an öffentliche Straße / Kontakt zur Straße

Für ein Grundstück ist es seit dem Mittelalter immer wichtig gewesen, an einer Straße zu liegen. Dies wird heute nicht mehr unbedingt als Vorteil empfunden, weil eine Straße auch immer Lärm bedeutet. Andererseits ist der Kontakt zur Straße eines der wichtigsten Rechte eines Grundstückseigentümers. Wer ein Baugrundstück erwirbt, sollte darauf achten, daß der Zugang zur Straße gesichert ist. Dies geschieht entweder dadurch, daß das Grundstück direkt an einer öffentlichen Straße liegt, es muß dann ein Grundstückszugang, also ein abgesenkter Gehweg geschaffen werden. Dies ist von der Baugenehmigungsbehörde festzulegen bzw. von dieser zu genehmigen. Liegt ein Grundstück in zweiter Reihe, ist es also ein sogenanntes Hammergrundstück, ist besonders darauf zu achten, daß die Wegerechte zu dem Grundstück gesichert sind. Es kommen in Frage Gehrechte, Leistungsrechte und Fahrrechte. Am besten man kombiniert alle diese Rechte zusammen und sichert sie durch eine Dienstbarkeit. Es ist darauf besonders zu achten, daß die Dienstbarkeit im Grundbuch des dienenden Grundstücks eingetragen wird. Die Dienstbarkeit ist so einzutragen, daß sie jeden Eigentümer des benachbarten Grundstückes bindet. Sonst kann es vorkommen, daß der Eigentümer verstirbt oder das Grundstück veräußert und Sie plötzlich nicht mehr zu dem Grundstück fahren dürfen. Solche Wegerechte sind so zu bestellen, daß sie auch für die Feuerwehr oder Einsatzkräfte breit genug sind. In der Regel wissen das aber die Architekten und Notare. Gleichwohl ist es ein ständiger Quell von Schwierigkeiten. Wegerechte führen zu vielfältigen Problemen mit den Nachbarn. Häufig sind fehlende Benutzungsregelungen bei Wegerechten. Der Nachbar schneidet zwar wie besprochen die Hecke, läßt aber den Heckenschnitt liegen, weil in der Nutzungsregelung steht, daß er andere das Laub zu beseitigen hat und ähnliche Freundlichkeiten. Hier ist auf jeden Fall anwaltlicher Rat notwendig und unverzichtbar. Kommen Sie zu uns. Wir helfen Ihnen.